Über 25 Jahre Immobilienexpertise im Hochsauerland - Interview mit AF Immobilien

Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung am regionalen Immobilienmarkt berät das Familienunternehmen AF Immobilien kompetent und ortskundig in allen Fragen rund um die Immobilie. Im Gespräch mit immobilien-suedwestfalen.de geben Axel und Manuel Farien von AF Immobilien einen Überblick über die Entwicklung des Immobilienmarktes im Hochsauerlandkreis, die Relevanz der Nähe zum Kunden und die Wirksamkeit von Werbemaßnahmen für das Maklergeschäft. 


Herr Farien, Sie und Ihr Team sind seit über 25 Jahren Experten auf dem Immobilienmarkt im Hochsauerland. Worin sehen Sie besondere Herausforderungen in einer stark ländlich geprägten Region wie dieser?

Während die das Sauerland umgebenden größeren Städte durchweg steigende Preise und Nachfrage präsentieren, die Medien vor Preisblasen warnen und die Märkte als „leergefegt“ bezeichnen, macht sich diese Stimmung nicht überall bemerkbar. Die Herausforderung liegt also leider manchmal in zu hohen Erwartungen von Verkäufern, was das Preisniveau angeht. Ein Inflationsausgleich ist aber in der Regel auch mit selbst genutztem Eigentum möglich, sofern es sich in einem durchschnittlichen Pflegezustand befindet. Kommt dann noch ein Vermarktungsprofi ins Spiel, kann dieser die Vorteile der Immobilie oft besser herausstellen und „mehr ist möglich“. 

Inwiefern zeigt die Entwicklung des Immobilienmarktes Ihrer Meinung nach, dass es sich lohnt, Geld in Werbemaßnahmen zu investieren?

Der Markt ist mittlerweile in den digitalen Medien angekommen, was den Internet-Giganten Google und diverse Immobilienportale zum ersten Anlaufpunkt vieler Interessenten macht. Um in diesen jungen und schnelllebigen Netzwerken präsent zu sein und privaten Anbietern, sowie der Konkurrenz voraus zu sein, ist es unabdingbar für sein Unternehmen bzw. seine Angebote zu werben. Die Skaleneffekte ermöglichen uns eine weitaus bessere Immobilienpräsentation als ein kleinerer Konkurrent oder ein privater Anbieter dies budgetär überhaupt leisten können.

Sie haben in den letzten Jahren neben Ihrem Hauptsitz in Arnsberg zwei weitere Filialen in Neheim und Freienohl eröffnet. Worin sehen Sie die größten Vorzüge in Bezug auf unmittelbare Erreichbarkeit für Kunden?

Bei anderen Maklern, die selten über Schaufenster oder geregelte Öffnungszeiten verfügen, ist es schwer „mal eben“ eine Frage zu stellen oder sich über eine Immobilie zu informieren. So sind schon viele gute Kontakte entstanden. Während andere Makler Hürden aufbauen, um unnahbar zu wirken, sehen wir uns selbst auch mal aus Kundensicht, möchten ansprechbar sein und lassen z.B. die Krawatte weg. Solange Menschen in die Stadtkerne kommen, sollten auch wir dort präsent sein – zum Vorteil von Käufern und Verkäufern gleichermaßen.

Nach einiger Verzögerung soll im Rahmen der Arnsberger Innenstadtsanierung im November dieses Jahres das Brückencenter fertiggestellt werden. Wie beurteilen Sie in diesem Zusammenhang die Rolle von Immobilien für die Attraktivität von Innenstädten?

Oft sind es die großen Projekte, welche private, kleine Investoren anlocken. Im Arnsberger Stadtkern waren von Straßensanierungen seit 2014 bis zu Ruhrterrassen und dem Sauerlandmuseum meist öffentliche Projekte. Die Privaten haben aber seitdem stark zugenommen. Mehrere Projekte am Neumarkt, die ‚Villa Bene‘, eben das Brückencenter und jetzt sogar die Sanierung des Ärztehauses gegenüber dem BC. Insgesamt lässt sich der Slogan „Es tut sich was in Arnsberg“ dort nun häufiger hören, als noch vor ein paar Jahren. Unzweifelhaft ist jeder einzelne investitionsbereite Immobilieneigentümer ein Stück weit mitverantwortlich für die sichtbare Verbesserung der Attraktivität für Touristen, Pendler und Bewohner.

Welche Gemeinden oder Städte sind momentan im Hochsauerlandkreis besonders begehrt?

Ganz vorne liegt sicherlich der Stadtkern von Neheim. Aber auch Winterberg, die neugestaltete Innenstadt von Arnsberg und auch Meschede liegen weit vorn. Je ländlicher es wird, desto stärker ist der Angebotsdruck. Feriengebiete sind für Feriengäste weiterhin interessant, das klassische dörfliche Wohnen allerdings nicht.

Sie bringen langjährige Erfahrungswerte mit – lässt Sich eine Prognose für die Entwicklung des regionalen Immobilienmarktes in den nächsten Jahren stellen?

In den kommenden Jahren wird nicht nur stärker nach der Lage und dem Aussehen der Immobilie selektiert, sondern auch nach der Möglichkeit, Barrierefreiheit herzustellen. Stärker nachgefragt wird zudem in der Nähe von zentrumähnlichen Lagen, jedoch nur solange die Immobilie selbst relativ „ruhig“ liegt. Bezogen auf jüngere Menschen lässt sich absehen, dass diese auch in Zukunft (aus)bildungsbedingt zunächst die ländlichen Regionen verlassen werden. Ziel einiger Kampagnen ist es zum Glück, aber genau diese Gruppe spätestens bei der Familiengründung wieder herzulocken. Vom Erfolg ebendieser Kampagnen hängen letztlich auch die Immobilienpreise in den Flächen ab. Dörfer ohne Internetanbindung und mit schlecht erreichbaren Schulen werden es daher umso schwerer haben.

Noch eine persönliche Frage zum Schluss: Was zeichnet für Sie das Leben im Sauerland aus?

Das erste Wort, das in den Sinn kommt ist „Freizeitwert“. Statt im Pendler-Stau, in der überfüllten U-Bahn oder zwischen Industriebrachen lebt man hier immer nah an der Natur. Mal eben nach Feierabend in den Sorpesee springen? Mal eben zum Skifahren nach Winterberg? Segelfliegen, Mountainbiken, Wandern…alles normal hier. Mit dem Bürohund einen kurzen Spaziergang machen? In 2 Minuten steht man mitten im Wald. Oder haben Sie schonmal von Feinstaub im Zusammenhang mit dem Sauerland gehört? Wir auch nicht!

Der zweite Aspekt ist nach wie vor das im Schnitt sehr günstige Wohnen. Wer in den letzten fünf Jahren in irgendeiner Metropolregion gewohnt hat der weiß, dass dort jeder Quadratmeter Wohnraum knapp ist. Im Sauerland ist das (noch) nicht der Fall. Hier darf es auch für Normalverdiener mal ein größerer Garten und die Doppelgarage sein.


Alle Immobilienangebote von AF Immobilien finden sich hier.



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